// du liest...

Asides

EU-Parlament fordert mehr Transparenz für Verbraucher durch „Made-in“-Kennzeichnung

Das Europäische Parlament stimmte Ende Oktober dafür, neue Gesetze zur Kennzeichnung der Herkunft von importierten Produkten einzuführen. Noch ist unklar, ob auch Investitionsgüter für industrielle Kunden davon betroffen sind.

Im Dezember 2005 gab es bereits einen Verordnungsvorschlag über die Kennzeichnung des Herkunftslandes auf einige aus Drittländern importierte Produkte. Dieser Vorschlag gründete auf Bedenken über das steigende Vorkommen irreführender und/oder betrügerischer Ursprungskennzeichnungen auf importierten Produkten, wurde 2005 jedoch von einigen Mitgliedsstaaten blockiert. Der Handelsausschuss des Europäischen Parlamentes brachte den Vorschlag im September erneut auf die Tagesordnung. Nun bedarf er der Unterstützung der Mitgliedsstaaten im Ministerrat, in dem sich einige Länder noch immer gegen Gesetze zur Kennzeichnung aussprechen. Eine Abstimmung über die Verordnung wird noch in diesem Jahr erwartet.

Wenn die Gesetzgebung letztlich beschlossen wird, müssen Hersteller auf Etiketten genau angeben, wo der Großteil ihres Produktes ursprünglich hergestellt wurde. Derzeit können ausländische Hersteller behaupten, ihre Produkte seien in der EU hergestellt, selbst wenn sie nur geringe Montageprozeduren in der EU durchgemacht haben. Dies könnte Verbraucher in die Irre führen, die nach lokalen Produkten suchen oder örtliche Unternehmen unterstützen wollen.

Viele europäische Unternehmen machen bereits freiwillig „Made-in“-Angaben, es gibt außer im landwirtschaftlichen Bereich jedoch keine einheitlichen Regeln der EU zur Herkunftskennzeichnung von importierten Waren.

Die neuen Regeln könnten Produkte in Milliardenhöhe betreffen, die jährlich in die EU eingeführt werden, insbesondere aus Asien. Dazu zählen Textilien, Schuhe, Möbel und pharmazeutische Produkte, aber auch Werkzeuge und Armaturen – vorerst ist der Verordnungsvorschlag allerdings beschränkt auf „Produkte für den Endverbraucher“. Nach einer Zustimmung des Europäischen Parlaments könnte die Liste der betroffenen Produkte erweitert werden.

via Technische Dokumentation – Kothes!.

Diskussion

Keine Kommentare für “EU-Parlament fordert mehr Transparenz für Verbraucher durch „Made-in“-Kennzeichnung”

Einen Kommentar erstellen

 

November 2010
M D M D F S S
« Okt   Dez »
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930  

Geplante Artikel