// du liest...

Asides

Microsoft reagiert mit Patch auf Word-Verkaufsverbot

Für die OEM-Partner hat Microsoft nun als Reaktion auf das Urteil einen Patch bereitgestellt, mit dem die strittigen Funktionen in Word abgeschaltet werden können. Nach der Installation des Patches könne Word keine Custom-XML-Elemente mehr lesen, die in DOCX, DOCM oder XML-Dateien enthalten sind, wie Microsoft schreibt.

via Microsoft reagiert mit Patch auf Word-Verkaufsverbot.

Da das XML von Word sowieso unbrauchbar ist, scheint dies nicht wirklich ein Problem zu sein. Ausser für die Minderheit, die aus irgendeinem Grund mit Custom-XML-Elementen zu tun hat. Aber dann kann man ja noch die “alte” Version von Word 2007 verwenden ;-)

Diskussion

3 Kommentare für “Microsoft reagiert mit Patch auf Word-Verkaufsverbot”

  1. “Da das XML von Word sowieso unbrauchbar ist, …” – Hm, liegt da vielleicht ein Missverständnis vor? Was meinen Sie mit “das XML von Word”?
    Konkret geht es ja um anwenderspezifisches XML, welches in ein Word-Dokumente eingebettet wurde und die Möglichkeit benutzerdefinierte XML-Schema in Word-Dokumenten zu nutzen. Custom XML eröffnete die Möglichkeit, Inhalten in Word-Dokumenten eine XML-Struktur zu geben. Also quasi die “vertraute” Authoring-Umgebung um echte, strukturierte Inhalte zu erweitern.

    “Ausser für die Minderheit, die aus irgendeinem Grund mit Custom-XML-Elementen zu tun hat.”
    Naja. Sicherlich ist das kein Feature für Lieschen Müller, kommt aber im geschäftlichen Umfeld doch schon häufiger vor, als man vielleicht erwartet. Durch das Urteil wird es nun unmöglich, “strukturierte” Word-Dokumente im Sinne von eigenen XML-Stukturen zu erstellen. Insbesondere im Umfeld der technischen Redaktion im Zusamenspiel mit CMS und anderen Datenbankszenarien ist das überaus ärgerlich, ganz besonders deshalb, weil der Patch bewirkt, dass in Word-Dokumenten eingebettetes XML beim Öffnen nun einfach “rausfliegt”. So bleibt von der 50-Seiten-XML-Word-Doku dann nur noch eine leere Seite übrig.

    Urteil und Patch sind also für alle, die mit teilweise großen Investitionen Lösungen geschaffen haben, um XML basierte Inhalte mit bzw. in Word zu verarbeiten, zumindest ärgerlich.

    Posted by Stefan Gentz | Januar 5, 2010, 23:30
    • Meine Erfahrung mit XML und Word beziehen sich auf den Vergleich mit FrameMaker. Ich musste jedoch einsehen, dass FrameMaker nicht mit Word ersetzt werden kann, was ja eigentlich offensichtlich ist; obwohl die Rechtschreibeprüfung von Word viel besser ist.

      Nun aber zum Thema: Es scheint mir aber, dass das Urteil nur die US-Kunden betrifft. So lese ich dies zumindest auf der Webseite zum entsprechenden Microsoft-KB.
      Wie ich das sehe, ist das Ganze sowieso nur eine Farce, denn ich kann heute eine Wordlizenz kaufen und mit einer Distribution von letztem Dezember einsetzen. Und ich denke, dass die großen Systemhersteller (von Redaktionssystemen)genau diesen Weg gehen werden. Das stört Microsoft nicht, da die Software lizenziert ist und I4i wird es nie herausfinden.

      Posted by Der Redakteur | Januar 12, 2010, 16:27
      • Klar können Sie heute eine Wordlizenz kaufen und mit einer alten Distribution einsetzen. Und hoffen, dass der Admin dran denkt, diesen Patch bei allen künftigen Patch Deployments auszuschließen. Und künftige Service Packs installiert man dann wohl besser auch nicht mehr.
        “Und ich denke, dass die großen Systemhersteller (von Redaktionssystemen) genau diesen Weg gehen werden.” – Das wäre dann aber wohl eher was für die Experimentierfreudigen.

        Ansonsten – klar, FrameMaker ist natürlich eine ganz andere Liga und für XML-Dokus natürlich auch wesentlich besser geeignet als Word. Das ist ja auch hinlänglich bekannt und braucht auch gar nicht diskutiert zu werden :-)

        Posted by Stefan Gentz | Januar 17, 2010, 18:47

Einen Kommentar erstellen

 

Januar 2010
M D M D F S S
« Dez   Feb »
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Geplante Artikel