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Wer in der Branche profitiert von der Krise?

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Wie in allen Krisen gibt es mehrheitlich Verlierer. So auch in der Dokubranche. Unternehmen bauen Stellen ab oder verlagern zumindest die gesamte Dokuerstellung wieder ins eigene Haus. Somit sind die größten Verlierer klar: Die Technischen Redakteure bei den Dienstleistern. Nicht genug, dass sie die stressigsten Aufgaben in den letzten Jahren zu meistern hatten, nein, ihnen gibt man nun auch zuerst den Schuh. Hier sich noch mehr über die Hire-and-Fire-Mentalität vieler Firmen und Dienstleister auszulassen, ist wohl falsch am Platz, da es sich um ein prinzipielles Problem unserer heutigen Gesellschaft der maximalen Gewinnoptimierung handelt und die Dienstleister reagieren nur noch darauf.

Wer profitiert nun aber von der Situation?
Da es den meisten Industriebereichen schlecht geht, wohl kaum die Arbeitnehmer. Die Arbeitgeber auch nicht, da zwar Technische Redakteure „günstig“ auf dem Stellenmark zu beschaffen sind, diese aber nicht beschäftigt werden können, da es bei vielen Arbeitgebern nur noch ums nackte Überleben der Firma geht.

So, wer profitiert nun davon? Die Studienanbieter!
Noch vor zwei Jahren war es ja beinahe unmöglich eine fähige Fachkraft in der Technische Dokumentation zu bekommen. Alle Absolventen einer Fachhochschule mit dem Schwerpunkt „Dokumentation“ (jede FH hat eine andere Bezeichnung dafür!) und dem Batchelor-Abschluss in der Tasche haben gleich mehrere Stellenanbote aus der Industrie bekommen und falls es ganz schlimm kam, konnten diese immer noch bei Dienstleistern unterkommen. In Gesprächen mit einigen Professoren bekam ich zu der Zeit auch bestätigt, dass es sehr schwierig sei, die Master-Lehrgänge zu besetzen. Mal ehrlich, wenn ich die Wahl zwischen gut bezahltem Job oder nochmals ein paar Semester Studium (mit wenig Kohle) gehabt hätten, dann wäre ich auch arbeiten gegangen.
Heute sieht es ganz anders aus. Die Zeiten sind vorbei, als sich der Batchelor vor Angeboten kaum retten konnte und deshalb sind die Masterlehrgänge gut besucht.

Was bedeutet dies für uns? Zurzeit „reift“ eine sehr ausgebildete Masse an Technischen Redakteuren aus und wird in ca. ein bis zwei Jahren auf den hoffentlich wieder steigenden Arbeitsmarkt treffen. Falls diese Personen dann nicht alle wieder bei den „Grossen“ unterkommen, könnte auch viele mittelständische Betriebe von hervorragenden Experten profitieren und Dokumentation „Made in Germany“ könnte zu einem neuen Verkaufsargument vieler Güter werden.

Die Zeit wird zeigen, was kommen wird…

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