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TiddlyWiki: Das perfekte Wiki für die Technische Kommunikation

Ein Wiki zur Know-How-Verwaltung oder als Redaktionsleitfaden wäre ja schon nicht schlecht. Leider scheitern die meisten Redakteure dann an der eigenen IT-Abteilung  in der Firma. Man hat a) die Infrastruktur dafür gar nicht zur Verfügung (Webserver und MySQL-Datenbank) oder will b) eine “unprofessionelle” Software (Wiki-Software ist kostenlos und Open Source) aus “Sicherheitsgründen” auf den Servern nicht betreiben.

Genau aus diesen Gründen recherchierte ich nach einem Wiki, das weder eine Datenbank, noch einen Webserver zum Betrieb benötigt. Nach einiger Recherchearbeit und auch Tests habe ich nun den perfekten Kandidaten gefunden:  TiddlyWiki.

Eigenschaften

Ums einfach zu machen, hier einen Auszug aus Wikipedia:

TiddlyWiki ist kompakt, eine „leere“ TiddlyWiki-Datei hat mitsamt dem JavaScript-Code eine Größe von deutlich unter 400 Kilobyte. Es ist vollständig Javascriptgesteuert und benötigt keine Serveranwendung. Dadurch eignet sich TiddlyWiki hervorragend für kleine, unabhängige Informationssammlungen, die auch auf externen Datenträgern mitgenommen und auf verschiedenen Browser- und Betriebssystemplattformen betrachtet und bearbeitet werden können.

Technisch gesehen werden die einzelnen „Seiten“ des Wikis in separaten DIV-Blöcken verwaltet, die per DHTML sichtbar gemacht und ebenso auch versteckt werden können. Diese Informationsblöcke werden „Tiddler“ (Knirps) genannt und bestehen aus einem Titel, einem Textbereich und einer Tag-Zeile, die Titel inhaltlich zugehöriger Tiddler aufnehmen kann und so (neben herkömmlichen Verweisen innerhalb des Textes) den Aufbau einer hierarchischen Baumstruktur ermöglicht.

Das Editieren einzelner Tiddler hält sich nahe an der Syntax von klassischen Wiki-Anwendungen; neben einfachem Text sind ebenso Überschriften möglich, Trennlinien, farbliche Markierungen, komplexe Tabellen, Textansichten in nichtproportionaler Schrift, Hyperlinks, Querverweise etc.

Der erste Eindruck

Zuerst fragt man sich, ob ein Wiki, das bloss auf einer Datei basiert auch wirklich funktioniert. Als ich nach dem Download die Datei im Browser öffne, ist dort wirklich ein Wiki und als ich die erste Seite hinzugefügt habe, wurde diese auch wirklich gespeichert. Sensationell! Für die Einarbeitung und die Installation der zusätzlichen Plugins, Sprachen oder Oberflächen habe ich zwei Stunden gebraucht. Dann hatte das Wiki die Funktionen und das Aussehen, wie ich es mir wünschte. Wo ich zuerst viel Zeit verloren hatte, war mit der Installation der Erweiterungen, denn nirgends ist beschrieben, wie man diese Installiert. Der Grund dafür ist, dass es so einfach ist, dass man es nicht beschreiben muss. Alle Erweiterungen werden ganz simpel als Wiki-Einträge erfasst (ich habe ja nur ein HTML-Dokument, also muss alles dort drin sein) und TiddlyWiki weist diesen Code dank einem speziell zugewiesenen Tag, dann dem System zu. Das Wiki neu starten und schon ist die Erweiterung am laufen. Einfach, aber sehr gut.

Das bedeutet, dass man schon nach kurzer Zeit ein Wiki erstellen kann. Natürlich lassen sich Wikis miteinander abgleichen oder es gibt auch kostenlose Hostinganbieter, mit denen man seine lokale Version immer wieder synchronisieren kann. Endlich kann ich unterwegs im Zug am Wiki arbeiten und diese Arbeiten dann jederzeit mit dem Webserver abgleichen. So kann ich dann auch mein Wiki auf dem iPhone haben…

Projekt Redaktionsleitfaden

Wir von doc-x sind so überzeugt von TiddlyWiki, dass wir entschieden haben  ein Projekt zu starten, ein Wiki mit einem Standard Redaktionsleitfaden zu füllen. Mehr darüber wird sicherlich auf dieser Webseite erscheinen.

Ressourcen

TiddlyWiki

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